Mehr als 3.200 Fuhrunternehmen und Spediteure aus 9 europäischen Ländern haben in München eine Millionen-Klage gegen die Beteiligten des LKW-Kartell eingereicht. Sie fordern Schadenersatz von mindestens 500 Mio. €, wie der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung mitteilt.

Zuzüglich etwaiger Zinsen könnte der mutmaßliche Schaden der Mitteilung zufolge auch bei mehr als 1 Mrd. € liegen.

Auch die Bahn hat wegen desselben Kartells in München Klage eingereicht. Vor dem Stuttgarter Landgericht (LG) klagen 310 Transportunternehmen wegen dieser Angelegenheit. Sie fordern rund 180 Mio. € Schadenersatz. Genauso der Transportverband Camion Pro, der auch beim LG München Klage wegen Kartellabsprachen gegen Lkw-Hersteller eingereicht hat. 40 Mitgliedsunternehmen hätten ihre Schadenersatzforderungen an den Verband abgetreten.

Die EU-Kommission verhängte bereits 2016 Kartellstrafen über insgesamt knapp 4 Mrd. € gegen Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault